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Fliegen & Reise-Technik

Powerbank im Flugzeug 2026: Was im Handgepäck erlaubt ist

Powerbanks dürfen auf Flugreisen nicht einfach irgendwo in den Koffer. Entscheidend sind Handgepäck, Wattstunden und die Regeln der jeweiligen Fluggesellschaft. 2026 wurden die Vorgaben bei mehreren Airlines zusätzlich verschärft.

Die wichtigste Regel:

Powerbanks gehören ins Handgepäck und nicht in den aufgegebenen Koffer. Für eine unkomplizierte Reise sollte eine Powerbank höchstens 100 Wh haben. Mehrere Airlines begrenzen die Mitnahme inzwischen außerdem auf maximal zwei Powerbanks pro Person.

Powerbanks enthalten Lithium-Ionen-Akkus. Deshalb gelten sie im Flugverkehr als Ersatzbatterien und unterliegen besonderen Sicherheitsbestimmungen. Neben der Kapazität ist inzwischen auch wichtig, wo die Powerbank während des Fluges aufbewahrt wird und ob sie an Bord überhaupt verwendet werden darf.

Wie groß darf eine Powerbank im Flugzeug sein?

Bis 100 Wh

Dieser Bereich ist für Flugreisen am unkompliziertesten. Bei den üblichen Regeln ist dafür keine vorherige Genehmigung der Fluggesellschaft erforderlich.

Über 100 bis 160 Wh

Solche Powerbanks können je nach Fluggesellschaft nur mit vorheriger Genehmigung erlaubt sein oder durch strengere Airline-Regeln ausgeschlossen werden.

Über 160 Wh

Solche großen Lithium-Ionen-Akkus fallen nicht mehr unter die üblichen Regeln für normale Powerbanks im Passagiergepäck.

Für eine unkomplizierte Flugreise: Eine deutlich gekennzeichnete Powerbank unter 100 Wh vermeidet den Bereich, in dem zusätzliche Airline-Genehmigungen erforderlich werden können.

20.000 mAh, 10.000 mAh oder 30.000 mAh: Was bedeutet das im Flugzeug?

Hersteller geben die Kapazität häufig in Milliamperestunden – kurz mAh – an. Im Flugverkehr ist jedoch die gespeicherte Energie in Wattstunden, also Wh, entscheidend.

Umrechnung Wh = mAh × Volt ÷ 1.000

Für die Berechnung muss die tatsächliche Nennspannung des Akkus verwendet werden.

10.000 mAh bei 3,7 V ≈ 37 Wh
20.000 mAh bei 3,7 V ≈ 74 Wh
27.000 mAh bei 3,7 V ≈ 99,9 Wh
Nicht einfach immer mit 3,7 Volt rechnen: Die Beispiele dienen zur Orientierung. Entscheidend sind die tatsächlichen technischen Angaben auf der Powerbank beziehungsweise des Herstellers. Wenn auf dem Gerät bereits ein Wh-Wert angegeben ist, sollte dieser verwendet werden.

Darf eine Powerbank ins Aufgabegepäck?

Nein. Powerbanks gehören nicht in den aufgegebenen Koffer. Sie müssen in der Passagierkabine transportiert werden.

Der Grund dafür ist die Lithium-Batterie. Sollte ein Akku beschädigt werden, überhitzen oder Rauch entwickeln, kann in der Kabine wesentlich schneller reagiert werden als bei einem Akku im Frachtraum.

Powerbank vor dem Einchecken aus dem Koffer herausnehmen
Powerbank im Handgepäck beziehungsweise persönlichen Gegenstand transportieren
Anschlüsse und Powerbank gegen Beschädigung und Kurzschluss schützen
Beschädigte oder aufgeblähte Powerbanks nicht mit auf die Reise nehmen

Darf man die Powerbank während des Fluges benutzen?

Genau hier unterscheiden sich die Regeln inzwischen stärker als früher. Einige Fluggesellschaften verbieten die Nutzung einer Powerbank während des gesamten Fluges. Andere erlauben die Verwendung außerhalb bestimmter Flugphasen.

Deshalb sollte nicht davon ausgegangen werden, dass eine erlaubte Powerbank automatisch auch zum Laden des Smartphones während des Fluges verwendet werden darf.

Powerbank-Regeln bei Lufthansa, Eurowings, Ryanair und easyJet

Lufthansa

Lufthansa erlaubt maximal zwei Powerbanks pro Passagier. Bis 100 Wh ist keine vorherige Transportgenehmigung erforderlich.

Powerbanks über 100 Wh bis maximal 160 Wh benötigen eine vorherige Genehmigung der Airline.

Nutzung und Aufladen der Powerbank an Bord sind nicht erlaubt. Außerdem darf sie nicht im Gepäckfach über den Sitzen verstaut werden.

Eurowings

Seit Januar 2026 gelten bei Eurowings verschärfte Regeln. Pro Gast dürfen maximal zwei Powerbanks mitgeführt werden.

Powerbanks bis 100 Wh können mitgenommen werden. Modelle zwischen 100 und 160 Wh benötigen eine vorherige Genehmigung.

Die Powerbank gehört ausschließlich in die Kabine und nicht in das aufgegebene Gepäck.

Ryanair

Ryanair begrenzt Powerbanks auf maximal zwei Stück pro Passagier und höchstens 100 Wh pro Powerbank.

Sie müssen am Körper oder in der unter dem Vordersitz verstauten Tasche transportiert werden und dürfen nicht im Gepäckfach über den Sitzen liegen.

Powerbanks dürfen während des Rollens, Starts und der Landung nicht zum Aufladen persönlicher Geräte verwendet werden.

easyJet

easyJet erlaubt maximal zwei Powerbanks pro Passagier und verlangt, dass sie ausschließlich im Handgepäck transportiert werden.

Die Nutzung einer Powerbank zum Aufladen anderer Geräte ist während des Fluges bei easyJet nicht erlaubt.

Powerbanks sollen einzeln geschützt und möglichst so verstaut werden, dass sie jederzeit erreichbar sind.

Stand: September 2026. Airline-Regeln können sich ändern. Vor dem Abflug deshalb zusätzlich die Bedingungen der tatsächlich ausführenden Fluggesellschaft prüfen.

Powerbank am Flughafen Stuttgart

Der Flughafen Stuttgart nennt Powerbanks ausdrücklich in seinen Gepäckinformationen: Sie dürfen ausschließlich im Handgepäck transportiert werden.

Pro Person nennt der Flughafen Stuttgart maximal zwei Powerbanks. Die Kapazität darf jeweils höchstens 100 Wh beziehungsweise 2 Gramm Lithium betragen.

Taxista-Tipp für Stuttgart: Die Powerbank nicht irgendwo tief in den aufgegebenen Koffer packen. Bereits zu Hause zusammen mit Smartphone, Ladekabel und anderen Reiseelektronik-Artikeln ins Handgepäck legen.

Passendes Ladezubehör für unterwegs

Neben der Powerbank lohnt sich auf Reisen ein kompaktes USB-C-Ladegerät. Besonders GaN-Ladegeräte mit mehreren Anschlüssen können mehrere einzelne Netzteile ersetzen und dadurch Reisegepäck reduzieren.

USB-C-Ladegeräte & Reiseadapter

Welche Powerbank-Größe ist für Reisen sinnvoll?

Die größte verfügbare Kapazität ist für Flugreisen nicht automatisch die beste Lösung. Neben der Flugtauglichkeit spielen Gewicht, Größe, Ladeleistung und der tatsächliche Energiebedarf unterwegs eine Rolle.

Kompakt

10.000 mAh

Für viele Reisende eine handliche Größe für Smartphone und Tagesausflüge. Solche Modelle sind häufig deutlich leichter als Powerbanks mit sehr großer Kapazität.

Mehr Reserve

20.000 mAh

Interessant für längere Reisetage, mehrere Smartphone-Ladungen oder mehrere mobile Geräte. Bei einer typischen Zellspannung von 3,7 V liegen 20.000 mAh mit rund 74 Wh noch deutlich unter 100 Wh.

Kaufkriterium für Flugreisende: Nicht nur auf „mAh“ und maximale Ladeleistung achten. Eine gut sichtbare Wh-Angabe auf dem Gerät erleichtert die Kontrolle vor einer Flugreise erheblich.

Worauf sollte man bei einer Reise-Powerbank achten?

Kapazität möglichst klar in Wh auf dem Gehäuse angegeben
Für unkomplizierte Flugreisen unterhalb der 100-Wh-Grenze bleiben
USB-C-Unterstützung passend zu Smartphone, Tablet oder Laptop auswählen
Ladeleistung passend zu den verwendeten Geräten wählen
Größe und Gewicht für Handgepäck und Tagesrucksack berücksichtigen
Robustes Gehäuse und unbeschädigten Akku vor der Reise kontrollieren

Warum 30.000 mAh problematischer sein können

Eine Powerbank mit 30.000 mAh liegt bei einer angenommenen Zellspannung von 3,7 Volt bei rund 111 Wh. Damit überschreitet sie die wichtige 100-Wh-Grenze.

Das bedeutet nicht automatisch, dass jede solche Powerbank bei jeder Airline transportiert werden darf. Je nach Fluggesellschaft ist eine vorherige Genehmigung erforderlich oder die Airline setzt inzwischen eine strengere 100-Wh-Grenze.

Für Reisende, die möglichst ohne zusätzliche Genehmigungen fliegen möchten, sind Powerbanks deutlich unter 100 Wh daher meist praktischer.

Was tun, wenn die Wh-Angabe auf der Powerbank fehlt?

Zunächst die technischen Daten des Herstellers prüfen. Sind Kapazität und Nennspannung eindeutig angegeben, lässt sich der Wattstundenwert berechnen.

Für Flugreisen ist eine klar erkennbare technische Kennzeichnung am Gerät dennoch von Vorteil. Sicherheits- und Airline-Mitarbeiter müssen nachvollziehen können, welche Batterie tatsächlich transportiert wird.

Bei unklaren technischen Daten: Nicht darauf verlassen, dass allein die Angabe „20.000 mAh“ für jede Kontrolle ausreicht. Bei Unsicherheit die Fluggesellschaft vor der Reise kontaktieren und die Herstellerdaten bereithalten.

Häufige Fragen zu Powerbanks im Flugzeug

Darf eine Powerbank ins Handgepäck?

Ja. Powerbanks müssen grundsätzlich in der Kabine beziehungsweise im Handgepäck mitgeführt werden. Im aufgegebenen Koffer sind sie nicht erlaubt.

Darf eine Powerbank in den aufgegebenen Koffer?

Nein. Powerbanks gelten als Ersatzbatterien mit Lithium-Akku und dürfen nicht im aufgegebenen Gepäck transportiert werden.

Sind 20.000 mAh im Flugzeug erlaubt?

Bei einer typischen Nennspannung von 3,7 Volt entsprechen 20.000 mAh ungefähr 74 Wh und liegen damit unter der üblichen 100-Wh-Grenze. Entscheidend sind jedoch die tatsächlichen Herstellerangaben der Powerbank.

Sind 30.000 mAh im Flugzeug erlaubt?

30.000 mAh entsprechen bei 3,7 Volt ungefähr 111 Wh und liegen damit über 100 Wh. Je nach Airline ist dann eine vorherige Genehmigung erforderlich oder das Modell wird aufgrund strengerer Airline-Regeln nicht akzeptiert.

Wie viele Powerbanks darf ich mitnehmen?

Mehrere große europäische Airlines sowie die aktuelle IATA-Guidance sehen inzwischen maximal zwei Powerbanks vor. Die konkrete Regel der ausführenden Airline sollte vor dem Flug geprüft werden.

Darf ich mein Handy im Flugzeug mit der Powerbank laden?

Das hängt inzwischen von der Fluggesellschaft ab. Lufthansa und easyJet verbieten die Nutzung einer Powerbank zum Laden anderer Geräte während des Fluges. Andere Airlines können andere Einschränkungen festlegen.

Darf eine Powerbank ins Gepäckfach über dem Sitz?

Bei mehreren Airlines inzwischen nicht. Lufthansa und Ryanair verlangen beispielsweise, dass Powerbanks erreichbar bleiben beziehungsweise unter dem Vordersitz, an der Person oder in einer entsprechend zugänglichen Tasche aufbewahrt werden.

Was bedeutet 100 Wh bei einer Powerbank?

Wattstunden beschreiben die gespeicherte Energie des Akkus. Der Wert lässt sich aus Kapazität und Nennspannung berechnen: mAh × Volt ÷ 1.000.